Distinct Ambiguity Exhibition

Projekttyp: Ausstellung

 

Standort: Berlin, Hamburg, München, Köln, Stuttgart

 

Zeitraum: 2012

 

Status: Fertiggestellt

 

Fotos Berlin: Tobias Hein

 

Fotos Hamburg: Nora Zerelli, GRAFT

 

Fotos München, Köln, Stuttgart: GRAFT

 

Architektur muss unser Leben verbessern, nicht nur funktional oder gestalterisch regelgerecht sein. Auf der Suche nach Lebensqualität und Schönheit gehören Vielgestaltigkeit und Mehrdeutigkeit zum Wesen einer Architektur, die über das „Richtige“ und „Eindeutige“ hinausgeht. Mit „Distinct Ambiguity“ zeigte eine umfangreiche Werkschau der Architekten von GRAFT Aspekte und Strategien des „graftings“, des Ineinanderführens und Verbindens von gemeinhin getrennt Wahrnehmbaren. Nach der inauguralen Schau im „Haus am Waldsee“ in Berlin wanderte die Ausstellung weiter durch die ArchitekturSalons der AIT in Hamburg, München, Stuttgart und Köln.

 

GRAFT bindet die Konzeption und Bewertung gestalterischer Strukturen nicht an ewig geltende Dogmen einer Monokultur – die Architekten experimentieren hingegen mit scheinbar widersprüchlichen Ideen und entwickeln dabei spannende und innovative Projekte in sämtlichen Bereichen der Entwurfspraxis. Das Ergebnis: Unerwartetes, überraschende Missverständnisse, globaler Transfer räumlicher Qualitäten und die Produktion robuster Bastarde – eine Architektur entstanden aus ihren Umständen, die nur durch das GRAFTEN verschiedener Realitäten möglich war. Das scheinbar Mehrdeutige oder gar Gegensätzliche wird dabei zu einer eindeutigen Auflösung gebracht.

In der botanischen Terminologie beschreibt „grafting“ das Aufpfropfen eines Triebes auf einen genetisch andersartigen Wirtsstamm. Hierbei können sich unterschiedliche Wesenszustände in einem ständig wechselnden Gleichgewicht gegenseitig unterstützen, scheinbare Gegensätze profitieren voneinander.

 

Auf dieser Grundlage entwickelten Christoph Körner, Lars Krückeberg, Wolfram Putz und Thomas Willemeit als GRAFT Architekten seit über 18 Jahren komplexe Fusionsmethoden, die den Design- und Architekturdebatten der Gegenwart wesentliche Impulse verleihen. Mit Büros in Berlin, Los Angeles und Peking agiert und baut GRAFT international. 1998 in Los Angeles gegründet, beschäftigen sie mittlerweile rund 90 Mitarbeiter.

 

Die Ausstellung war sowohl eine Einleitung in die Gedanken- und Inspirationswelt des Architekturbüros als auch eine Bestandsaufnahme außerordentlicher und innovativer Konzepte. Die dargestellten Architekturprojekte sind in die Themenbereiche „Curiosity“, „Happiness“ oder „Courage“ eingebettet, deren Bedeutungen in überraschenden Kontexten aufgehen. Im AIT-ArchitekturSalon wurden Inspirationsquellen, Entwürfe und Modelle, Bauten und Projekte in einem breit gespannten Bogen präsentiert, der von Null-Energie-Häusern in Malaysia bis zu dem für Afrika konzipierten Prototyp eines Solarkiosks reicht.

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