TRILUX HEADQUARTER

Projekt: Bürobau

 

Standort: Köln, Deutschland

 

Bauherr: Trilux GmbH & Co KG

 

Zeitraum: 2017-2019

 

Größe: 2,794m2

 

Fotos: Trilux

GRAFT entwarf den neuen Hauptsitz der deutschen Beleuchtungsfirma TRILUX in Köln. Die Gestaltung des kubischen Baukörpers ist stark vom Handwerk des Bauherren inspiriert: Licht, Lichtbrechung und Reflexionen spiegeln sich im wahrsten Sinne des Wortes überall im Gebäude wider und repräsentieren die Präzision der Lampenherstellung. Die durchgängige, gestaffelte Glasfassade erzeugt je nach Perspektive eine andere Spiegelfigur, und ist der Ästhetik der in Scheinwerfern verbauten Reflektoren nachempfunden, die die optische Verteilung der Lichtquelle optimieren. Um diesen Effekt zu erreichen ist jedes Fassadenelement in der mittleren Achse im gleichen Winkel verdreht. Es entsteht ein monolithischer Gesamteindruck, der je nach Betrachtungspunkt eine andere Licht- und Tiefenwirkung hervorruft.

 

Der Haupteingang des TRILUX HQ orientiert sich mit einer einladenden Geste, integriert in ein übereck laufendes, teilweise zwei Stockwerke hohes, Schaufenster an der nördlichen Straße. Im Westen rahmt das neue Gebäude das Grundstück, sodass zwischen Bestand und Neubau neuer Raum für Begegnungen entsteht. Nach dem Entwurf der Landschaftsarchitekten Lill + Sparla entstand hier ein Begrünungskonzept, das ganzjährig grünt und dessen feine Gräser den einheitlichen Gesamteindruck des Gebäudes kontrastieren.

 

Das Thema des Plaza wird auch im Inneren des Gebäudes wieder aufgegriffen. Das großzügige, zweigeschossige Foyer mit Empfangsbereich holt den öffentlichen Raum in das Gebäude hinein und bietet zusammen mit der Galerie im ersten Geschoss großzügige Flächen für Ausstellungen oder gemeinschaftliche Aktivitäten. Ein weiterer Ort der Begegnung ist die nutzungsoffene Treppe im Foyer, die über ihre Erschließungsfunktion hinaus frei bespielt werden kann. GRAFT hat in Kooperation mit Trilux eignes eine Deckenleuchte für den Licht-Campus entworfen, die Architektur und Licht in einer Struktur zusammenfasst. Die skulpturale Sonderleuchte faltet sich flächig aus der Decke heraus und bildet eine Wölbung die sich organisch über das Auditorium legt.

 

In den oberen Geschossen beherbergt das Gebäude die Büroflächen der Firmenverwaltung, sowie Ausstellungsflächen für die hauseigenen Produkte und wird somit essentieller Bestandteil des firmeneigenen Kompetenzzentrums, das auf dem Grundstück teilweise bereits besteht. Die fließende Grundrissgestaltung, setzt sich in den oberen vier Geschossen fort, in denen die Büroflächen untergebracht sind. Um die drei Erschließungs- und Sanitärkerne wird die gesamte Gebäudetiefe genutzt: Die sogenannten „Smart Workingscapes“ bestehen aus offenen Kommunikationszonen und abgeschlossenen Arbeitszonen, die mit modular kombinierbaren, hybriden Möbelelementen ausgestattet sind.