urban nation museum

Projekttyp: Museum

 

Standort: Berlin

 

Bauherr: Stiftung Berliner Leben

 

Zeitraum: 2016

 

Status: in Bearbeitung

Mit dem URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART, kurz UN Museum, entsteht das erste deutsche Street Art Museum in Berlin-Schöneberg unter der kuratorischen Leitung von Yasha Young.

 

GRAFT entwickelte das Konzept für den Umbau eines ehemaligen Wohnhauses an der Kreuzung Bülow- und Zietenstraße. Hierbei wird das Haus durch eine modulare Wechselfassade selbst zum Kunstwerk. Sie dient Künstlern aus der ganzen Welt als Leinwand und wird in regelmäßigen Abständen neu gestaltet. Die Fassadenelemente können anschließend als Ausstellungsstück in die Sammlung des Museums aufgenommen werden.

 

Das Museumsinnere offenbart eine radikale und unerwartete Raumwahrnehmung: Enfiladen von Räumen, die sich in ihrer Höhe teilweise über zwei und drei Geschosse entwickeln, erzeugen Weite und Größe. Die anamorphen Techniken der Street Art finden hier Eingang in das architektonische Konzept und ermöglichen so der Kunst weiterhin neue Symbiosen mit der Architektur einzugehen.

 

Die Straße wird in den Innenraum des Museums erweitert. Eine Trasse, wie eine Art High Line, verbindet alle Ausstellungsräume miteinander und ermöglicht die Gleichzeitigkeit des Erlebens der Kunstwerke aus der Ferne und von ganz nah. Das UN Museum wird weiterhin eine Bibliothek, ein Auditorium für Veranstaltungen und zwölf Wohnungen für das Residence Program für die UN Artists enthalten.

 

URBAN NATION ist eine Initiative der Stiftung „Berliner Leben“, die 2013 von der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gewobag gegründet wurde. Durch das Museum entsteht eine Plattform für urbane Kunst von internationaler Strahlkraft. Die Kunstform der Streetart findet somit ein Sprachrohr und wird gleichzeitig für Besucher und Bewohner des Quartiers zugänglich gemacht.