Wriezener Karree

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Wriezener Karree
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WorkRetail
Projektart
Büro, Einzelhandel, neue Arbeitswelten
Status
Im Bau
Ort
Berlin, Deutschland
Zeitraum
2019–2023
Größe
37.000m² (BGF)
Auftraggeber
TLG IMMOBILIEN AG

GRAFT wurde als Generalplaner beauftragt, einen innovativen neuen Bürocampus auf dem Gelände des ehemaligen Wriezener Bahnhofs in Berlin zu entwickeln.

Zu DDR-Zeiten wurden die Wohnhäuser, die den Zweiten Weltkrieg überstanden hatten, abgerissen und das Areal für eine gewerbliche Nutzung neu bebaut. Letzter Mieter war ein Industriemöbelhaus. Heute kennen die meisten Menschen das Gelände wegen seines prominenten Nachbarn, dem international bekannten Techno-Club Berghain.

Wriezener Karree

Nun soll auf dem Areal ein neues Stadtquartier entstehen. Das Wriezener Karree wird der erste Block der Entwicklung und damit entscheidend für die Identitätsbildung des Geländes sein. Hauptsächlich als Bürogebäude geplant, wird es im Erdgeschoss zusätzlich einen kleinteiligen Branchenmix aus Einzelhandel, Gastronomie, Supermärkten und Sportangeboten aufweisen. Diese Angebote werden dem bisher eher vorstädtisch und kommerziell geprägten Quartier eine neue urbane Identität verleihen.

GRAFT divided the desired program volume into three buildings on the roughly 14,200m² plot. A diagonal passage between two city squares will create a public thoroughfare and link the site to the adjoining neighborhood. This passageway will form a connection between the Ostbahnhof train station—a main regional infrastructure hub— and the iconic Berghain building and its surrounding green space.

Wriezener Karree
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Eine Reihe von öffentlichen Plätzen und privat gestifteten öffentlichen Räumen wird eine neue urbane Choreographie schaffen, die das "Rückgrat" des neuen Viertels bildet und das Gebiet schließlich mit dem pulsierenden Stadtteil Friedrichshain im Norden verbindet.

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In diesem Block, der als erster entwickelt wird, wird eine grüne Landschaft die drei Gebäude vereinen und in ihren Innenhöfen eine üppige urbane Oase schaffen - in einer Umgebung, die noch stark von industriellen und gewerblichen Nutzungen geprägt ist. Eine landschaftlich gestaltete Brücke wird den sich diagonal kreuzenden Weg überqueren und einen spannenden, schwebenden Garten über dem Straßenniveau schaffen. Die große kreisförmige Öffnung über dieser Passage soll Tageslicht hereinlassen und Sichtbeziehungen zwischen den verschiedenen Ebenen schaffen.

Im Einklang mit der Veränderung in neuen von Arbeitswelten in der Generation New Work war das Hauptziel, innovative Umgebungen mit maximaler Flexibilität zu schaffen. Um das große urbane Volumen auf einen menschlichen Maßstab herunterzubrechen, teilte GRAFT das Programm in einzelne "Arbeitsnachbarschaften" auf, wodurch die Gebäude wie eine Collage aus gestapelten Häusern wirken und die visuelle Wirkung auf die Umgebung reduziert wird. Die einzelnen Einheiten lassen sich als Formen der personalisierten Identität pro Kubikvolumen entschlüsseln.

Wriezener Karree
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Die absichtlich ungenauen Anordnungen der Gebäudeblöcke in der Nachbarschaft schaffen Bereiche des "Dazwischen", in denen sich spezielle Gemeinschaftsfunktionen und kollaborative Programme des Arbeitscampus befinden. Diese leeren Räume sind Orte der Begegnung innerhalb des Gefüges dieses Komplexes, die Bewegung und Beteiligung, Kommunikation und Interaktion ermöglichen. Jede Büroeinheit hat ihre eigene private Leerstelle. Sie schaffen Treffpunkte, informelle Kommunikationsräume und dienen als verbindende Elemente zwischen den Etagen und Einheiten.

Wriezener Karree
Wriezener Karree

Das Erscheinungsbild der gestapelten Boxen verweist auf den Maßstab der gründerzeitlichen Parzellierung, bezieht sich aber auch auf die Erzählung des ehemaligen industriellen Charakters des Geländes und hat eine strenge und effektive Organisationsstruktur. Im Gegensatz dazu sind die Leerräume leichter und künstlerischer gestaltet und transportieren so das Innenleben nach außen.

Wriezener Karree
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Um das Thema Mobilität zu adressieren, sieht das Projekt eine separate unterirdische Fahrradspur vor. Mit einem attraktiven, priorisierten Zugang für Radfahrer, unabhängig vom Autoverkehr, wird der Entwurf die Nutzung des Fahrrads als Verkehrsmittel bei den zukünftigen Nutzern fördern.

Wriezener Karree
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Neben dem Fokus auf innovative Arbeitswelten und Nutzerkomfort wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: In Zusammenarbeit mit den Klimaingenieuren von Transsolar wurde ein abgestimmtes Energiekonzept entwickelt und eine LEED-Zertifizierung wird angestrebt.

Projektpartner
Lars Krückeberg, Wolfram Putz, Thomas Willemeit, Dennis Hawner
Projektdirektorin
Anna Wittwer
Projektleitung

Julie Hoffmann

Projektteam

Martin Bernard, Lorenzo Cristoforetti, Natalie Dillon, Benjamin Goern, Jacek Jara, Harpreet Kaur, Sebastian Massmann, Philippos Michael, Marco Migliavacca, Javier Nieto Cano, Veronika Partelova, Marta Piaseczynska-Karaivanov, Ana Lopez de Rego Curros, Primoz Strazar, Lorenzo Javier Simón Santillana, Laurent Thill, Ivan-Felipe Ucrós Polley, Camila Vieire Préve, David Wehrmeister, Philip Weibhauser, David Josef Wurth, Cansu Yücel, Bojan Zdravkovic