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GLOW

Projekttyp: Ausstellungsdesign

 

Standort: Wanderausstellung, USA

 

Zeitraum: 2002

 

Bauherr: Exhibit Q

 

Status: Fertiggestellt

 

Größe: 465 m²

 

Kosten: 750.000 $

 

Fotos: Ricky Ridecos

Living lights – eine Wanderausstellung

 

Glow: Living Lights ist eine Wanderausstellung über Biolumineszenz, entworfen für das Science Museum in den USA. Während ihrer sechsjährigen Laufzeit von 2003 bis 2009 wanderte die Ausstellung durch San Diego, Washington, New York, Chicago, Los Angeles und andere große Städte. Die Ausstellungsstücke- im Dunkeln leuchtende Tiere und Pflanzen- sowie der Transport und die Haltbarkeit waren der Ausgangspunkt für die Entwicklung dieses aufregenden Projekts.

 

Als erste Entscheidung stand fest die Ausstellung als Stadt zu sehen, statt als System von traditionellen Wänden mit angebrachten Paneelen und Objekten. Die Möglichkeit verschiedene urbane Szenarios und Erfahrungen darzustellen – der Platz, die Straße, der Park- und die Besucher von den Limitationen des traditionellen Museums zu befreien, lässt sie durch die Ausstellung wandern und mehr Zeit und einen eigenen Weg zwischen den Objekten finden. Um diese Anforderungen zu erfüllen, musste das Design aus großen Objekten bestehen.

 

Da die Ausstellung durch ca. 18 verschiedenen Museen wanderte, musste sie außerdem für radikal verschiedene Räume und Kontexte geeignet sein. Die individuellen Objekte mussten überzeugend genug sein, um ein nachhaltiges Statement zu setzen. In Räumen aus dem 18. als auch aus dem 19. und 20. Jahrhundert musste die Ausstellung funktionieren. Sie musste in langen Hallen, quadratischen Räumen oder in Raumabfolgen aufzubauen sein. Die Größe und Einzigartigkeit der Objekte musste überzeugend genug sein, um den Kontext vergessen zu lassen.

 

Da die Ausstellung mehrere Male innerhalb der Vereinigten Staaten umziehen musste, waren der Transport und der Aufbau ebenfalls zu berücksichtigen. Die Gestaltung von 19 eigenständigen Blöcken führte zu einer minimalen Aufbauzeit. Nach dem Aufbau auf der Fläche mussten die Blöcke nur angeschlossen werden und die Show konnte starten. Eine andere Herausforderung war der Transport in Schiffscontainern. Gelöst wurde dies durch ein drei-dimensionales Puzzle- alle Blöcke passen ineinander und zusammen in den Container- der Transport wurde optimiert. Es wurde außerdem entschieden die räumliche Spannung zwischen den benachbarten Objekten zu stärken, indem sie gespiegelt wurden.

 

Ein anderer Aspekt war die Haltbarkeit und Umweltverträglichkeit der verwendeten Materialen. Filz ist ein zu 90% recyceltes, natürliches Material und ein perfekter Schalldämpfer. Eine andere Wahl betrifft das Technogel, ein neues Hightech-Produkt, das ebenfalls aus recycelten Materialen besteht. Beide Materialen sind ebenfalls sehr weich- ein wichtiger Aspekt in einer Ausstellung, die sehr dunkel ist.