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Kanera

Projekttyp: Möbel

 

Standort: Deutschland

 

Zeitraum: 2008

 

Hersteller: Kanera GmbH & Co. KG.

 

Status: Fertiggestellt

 

Fotos: Kanera GmbH & Co. KG

 

Info: www.kanera.de

KANERA 1D

 

Gewinner des Stahlinnovationspreises 2009

 

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, der Zeit also seit der es private Bäder gibt, hängen oder stehen Waschbecken größtenteils an Wänden. Doch jetzt endlich rückt das Waschbecken an die Position, die es nicht zuletzt aufgrund seiner Nutzungshäufigkeit verdient hat: in das Zentrum des Bades. Insofern darf das Doppelwaschbecken KANERA 1 D als Revolution eines Raumkonzepts bezeichnet werden. Denn es ist das erste Doppelwaschbecken, das für eine freistehende Installation im Raum entwickelt wurde.

 

Zusammen mit seinem neu gegründeten Unternehmen hat Christian Kaldewei dieses starke, neue, holistische Konzept des Badezimmerdesign initiiert. Wie das KANERA 1 E, das den Red Dot Award gewonnen hat, Produktdesign 2008, wurde KANERA 1 D von den kreativen Architektenköpfen von GRAFT entworfen. Im Jahr 2009 wurde KANERA 1 D der Stahlinnovationspreis verliehen, der renommierteste Preis in Deutschland.

Kanera 1E

 

Ein Waschbecken wie das KANERA 1 E, das am 14. März mit dem renommierten red dot award: product design 2008 des Design Zentrums Nordrhein Westfalen ausgezeichnet worden ist, ist die Königsdisziplin des Industriedesigns. Es muss erstens „funktionieren“ und zweitens eine Form haben, die die ganze Funktion so verpackt, dass es Begehrlichkeiten weckt. Damit das Spiel mit den Sinnen immer wieder aufs Neue Emotionen auslöst und die Erwartungen dauerhaft übertrifft, braucht es in jeder Phase des Entstehungsprozesses unterschiedliche Qualifikationen auf höchstem Niveau. So reifte das impulsive Design des KANERA 1 E in einem etwa einjährigen, inspirierenden Wechselspiel von Emotion und Wirtschaftlichkeit, von Kreativität und Machbarkeit und nicht zuletzt von Mensch und Material.

Aufgabe der Designer war es, spezifische Werte der Produktsubstanz exakt und authentisch in eine überzeugende Formensprache zu übersetzen. Im konkreten Fall des KANERA 1 E galt es, die Poesie des Wassers nach den Wünschen von Christian Kaldewei, dem Inhaber von Kanera, sinnlich klar im Gesamtkonzept Bad zu inszenieren. Nicht viel mehr Konkretes war bei der ersten, eher zufälligen Begegnung nötig, um das Architekten-Team von GRAFT von dem kreativen Abenteuer ihres ersten Produktdesigns zu überzeugen.

 

Die offene Begeisterungsfähigkeit von Christian Kaldewei begleitet die nun folgenden Jam Sessions, wie GRAFT interne Arbeitstreffen bezeichnet. Kreativität braucht dieses Verständnis: erste Ideen austauschen, Grundhaltungen abklopfen und die technische DNA des Produkts definieren. Diese erste Phase des Designprozesses gipfelt in Entwurfsvarianten, die schon relativ konkret zeigen, wohin die Reise gehen könnte.

 

Weil Wasser ein bewegendes Eigenleben an den Tag legt, gelten Sanitärobjekte als durchaus technisch komplexe Gebilde. Immer wieder werden das Zusammenspiel zwischen kreativer Formensprache und fließendem Inhalt am Computer simuliert und Entwürfe von Formgestaltern in dreidimensionale Modelle übertragen. Auf dem gesamten Weg bis zur Realisierung sind zusätzlich Design-Ingenieure eingebunden, die die Vorschläge mit den technischen Vorgaben der Serienproduktion – wie beispielsweise den Radien der Stanzformen und den hohen Anforderungen des Stahlemail – abgleichen.

 

Rund ein Jahr dauerte dieser Prozess, bis das KANERA 1 E das erste Badezimmer zu einer Insel des Alltags macht. Dass das entstandene Objekt neben formalen Anforderungen und hochwertigster Qualität auch eine phänomenologische Ebene in sich vereint, macht den besonderen Reiz des Designs aus. Das Verhältnis des Wassers zum Becken ist immer in Bewegung und der Alltag für einen Augenblick durch einen anderen, inspirierenden Ort ersetzt.

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Kanera 1H

 

GRAFT wurde von KANERA, einer Marke, die zu CKM gehört, beauftragt ein Waschbecken zu entwickeln- auf die traditionelle Weise, indem ein Metallblech geprägt und emailliert wird. In diesem Design testete GRAFT die Möglichkeiten des Materials aus und schaffte ein topografisches Stück, das nicht nur Möbelstück, sondern eine freistehende Einheit ist. Das neue Waschbecken ist eine Landschaft, in der das Wasser über verschiedene Ebenen läuft, wo Zahnbürste und Seife einen natürlichen Ruhepunkt finden, wo die natürliche Bewegung des Wassers ihren formalen Ausdruck findet: ein pastorales Design, das den Menschen mit dem natürlichen Fluss verbindet und durch die kleinen täglichen Routinen in einen größeren Kontext stellt.